„Unser Dinkelsprossenbrot ist, besonders getoastet, ein echter Schmidt-Genuss!“

Bäcker Schmidt-Mitinhaber Michael Schmidt über die positiven Eigenschaften des Dinkelsprossenbrotes für alle Dinkel-Liebhaber und die, die es noch werden wollen.

Andreas Blöcher: „Heute dreht sich in unserem Interview alles um das Dinkelkorn: Wie bei unserem letzten Brot, dem Roggenvollkornbrot, haben wir es heute wieder mit einem reinen Sortenbrot zu tun?“

Michael Schmidt: „Richtig, das Dinkelsprossenbrot entstand 2005 als erstes, reines Dinkelbrot unserer Bäckerei: Sie finden in ihm 100 Prozent Dinkel, und zwar in Form von Dinkelmehl, Dinkelflocken, Dinkelvollkornschrot und natürlich Dinkelsprossen, die dem Brot seinen Namen gegeben haben.“

AB: „Wie kamen Sie damals darauf, ein reines Dinkelbrot in Ihr Sortiment aufzunehmen?“

Michael Schmidt: „Dinkelgetreide war ja lange Zeit in Vergessenheit geraten. Bedingt durch das aufkommende Ernährungsbewusstsein innerhalb der Gesellschaft hat es seit einigen Jahren allerdings seine wohlverdiente Renaissance erfahren – das hat uns als Bäcker natürlich sehr gefreut, weil wir so nicht nur ein weiteres, bekömmliches Brot in unsere Angebotspalette mit hineinnehmen konnten, sondern auch den aktuellen Zeitgeist auf den Punkt treffen konnten!“

AB (lächelt): Ich erinnere mich, das war ja ein richtiger Hype damals um den Dinkel. Wer an Dinkel denkt, dem fällt ja auch sofort die Verbindung zur Hildegard von Bingen-Ernährung ein, in der Dinkel eine der Hauptsäulen der Lehre darstellt ...“

Michael Schmidt: „Ja, ihre mittelalterliche Ernährungs- und Medizinlehre wurde genau in dieser Zeit wiederentdeckt. Hildegards Schriften haben die volle Kraft dieses uralten Korns für uns wieder in den Fokus gerückt – bedenken Sie, die ältesten Funde von Dinkel stammen aus der Zeit vor Christi Geburt, und zwar mehrere Jahrtausende davor. Wir wollten daran anknüpfen und für unsere Kunden ein mildes, ungesäuertes Dinkelbrot mit allen positiven Eigenschaften des Dinkelkorns herstellen.“



AB: „Apropos ‚mild‘: Es ist ja tatsächlich so, dass es unter den Brot-Essern manche gibt, die die säuerlichen Varianten aus dem Sauerteig weniger mögen – so war das sicher gut, hier Ihr Angebot zu erweitern?“

Michael Schmidt: „Wir haben richtige ‚Dinkel-Fans‘ in unserer Kundschaft, die es besonders lieben, ein bekömmliches Brot zum Frühstück auch mit süßen Sorten prima kombinieren zu können. Unser Dinkelsprossenbrot ist, besonders getoastet, ein echter Schmidt-Genuss!“

AB: „Aber es schmeckt doch auch zu herzhaften Belägen?“

Michael Schmidt: „Gerade weil es so mild ist, können Sie es praktisch zu allem essen, was Sie mögen.“

AB: „Da ist die Bekömmlichkeit also praktisch Programm. Bitte verraten Sie uns noch, warum der Dinkel sonst noch so gesund ist?“

Michael Schmidt: „Dinkelgetreide stellt ernährungsphysiologisch ein sehr wertvolles Lebensmittel dar. Es liefert allgemein gesehen mehr Mineralien und Spurenelemente wie Zink, Magnesium, Kupfer oder Kieselsäure als der herkömmliche Weizen – besonders der wertvolle Kieselsäuregehalt des Dinkels ist beachtlich! Aber auch der Vitamingehalt ist im Dinkel höher.“

AB: „Der sicher von den Sprossen in Ihrem Brot kommt?“

Michael Schmidt: „Nicht nur, aber er gibt dem Brot noch einmal so einen richtigen Vitamin-Stoß: Die Dinkelsprossen sind ja deswegen so hochwertig, weil sie gekeimt sind. Durch diesen Keimprozess entwickeln sich enzymatisch gesehen Aktivitäten im Korn, die viele Vitalstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe erst für uns verfügbar, also man sagt, bioverfügbar machen. Da muss ich wieder ein bisschen wissenschaftlich werden: Der Phytinsäure-Gehalt verringert sich, und das Basenpotential steigt. Das heißt, die Dinkelsprossen sind sozusagen Kraftpakete mit einer Fülle an Vitalstoffen, die später nie wieder in solch hoher Konzentration in der Pflanze zu finden sind!“



AB: „Das ist eine tolle Sache! Vor allem erspart man sich zuhause das aufwändige Ziehen solcher Sprossen, wenn diese schon im Brot stecken.“

Michael Schmidt (lacht): „Natürlich sind sie frisch gezogen noch knackiger und etwas gehaltvoller, aber das Schöne ist ja, dass der Großteil der wertvollen Inhaltsstoffe in den Sprossen auch in unserem Brot noch erhalten bleiben – das wiederum liegt an dem schonenen Backprozess und unserer gewohnt langen Mehlreifung für unser Naturbrot.“

AB: Woher kommt denn eigentlich der Dinkel, den Sie für das Dinkelsprossenbrot verwenden?“

Michael Schmidt: „Wir verwenden ausschließlich ‚Schwabenkorn‘ als alte Getreidesorte für unser Dinkelsprossenbrot. Baden-Württemberg ist ein typisches Anbaugebiet für Dinkel, und das schon seit seit mehr als tausend Jahren. Beim ‚Schwabenkorn‘ handelt es sich um eine typisch reine Dinkelsorte. Unser verwendetes Dinkelmehl wird deswegen ausschließlich in Baden Württemberg vermahlen.“

AB: „Eine Frage hätte ich noch: Wie würden Sie denn den Geschmack des Brotes für diejenigen beschreiben, die es noch nicht ausprobiert haben?“

Michael Schmidt (lacht): „Natürlich lecker! In Ordnung, ich versuche es mal: Mild karamellig und röstig, in etwa wie selbstgeröstete Sonnenblumenkerne schmecken – ein wirklich feiner Geschmack!“

AB: „Also für alle Feinschmecker wie gemacht. Ich bedanke mich herzlich für diesen interessanten Ausflug in die Welt des Dinkels!“

Michael Schmidt: „Sehr gerne. Bis zum nächsten Mal!“


„Unser Dinkelsprossenbrot ist, besonders getoastet, ein echter Schmidt-Genuss!“

Von Michael Schmidt

Der Name unseres Dinkelsprossenbrotes steht sprichwörtlich für die positiven Eigenschaften des ersten Dinkelbrotes von Bäcker Schmidt. Es entstand 2005 aus der Idee heraus, ein mildes, ungesäuertes Dinkelbrot mit allen positiven Eigenschaften des Dinkelkorns zu verbinden. Deshalb besteht unser Dinkelsprossenbrot auch aus 100 % Dinkelgetreide in Form von Dinkelmehl, Dinkelflocken, Dinkelvollkornschrot und den namensgebenden Dinkelsprossen. Das Brot vereint sozusagen die volle Kraft des Dinkels. Dinkelgetreide war lange Zeit in Vergessenheit geraten, erfährt allerdings seit einigen Jahren, durch ein aufkommendes Ernährungsbewusstsein der Gesellschaft, seine wohlverdiente Renaissance. Unser Dinkelsprossenbrot trifft den aktuellen Ernährungszeitgeist auf den Punkt.

Dinkel steht eng in Verbindung mit der Wiederentdeckung der Hildegard von Bingen-Ernährung/Medizin, bei der Dinkel eine der Hauptsäulen der Lehre darstellt. Vorgaben aus dieser Lehre, wurden in das Rezept für unser ungesäuertes Brot aufgenommen. Historisch wird Dinkel schon seit mehr als tausend Jahren in den Regionen Franken und vor allem in Schwaben regional angebaut. Daher leiten sich die Sortenbezeichnungen „Frankenkorn und Schwabenkorn“ ab. Aus diesem Grund verwenden wir auch ausschließlich Schwabenkorn als alte Getreidesorte für unser Dinkelsprossenbrot.

Dinkelgetreide als Basis für unser Dinkelsprossenbrot stellt ernährungs-physiologisch ein wertvolles und vor allem sehr bekömmliches Lebensmittel dar. Die Basiszutaten des Brotes sind daher das Dinkelkorn in Form von Mehl, Flocken und Sprossen. Dinkelgetreide liefert allgemein gesehen mehr Mineralien, Spurenelemente wie Zink, Magnesium, Kupfer, Kieselsäure usw. als im herkömmlichen Weizen. Auch der Vitamingehalt ist im Dinkel höher. Zusätzlich werden hochwertige Dinkelsprossen in unserem Brot verarbeitet. Erst durch den Keimprozess und die damit verbundenen enzymatischen Aktivitäten im Korn werden viele Vitalstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe von der Pflanze synthetisiert und für uns bioverfügbar. Der Phytinsäure-Gehalt verringert sich und das Basenpotential steigt. Dinkelsprossen sind also Kraftpakete mit einer Fülle an Vitalstoffen, die später nie wieder in solch hoher Konzentration in der Pflanze zu finden sind.

Die Idee den ernährungsphysiologischen Mehrwert des ganzen Dinkelkorns in vollem Umfang als Mehl, Flocken und Sprossen zu einem milden, ungesäuerten 100 % Dinkelbrot zu verarbeiten, hat gerade heute einen sehr hohen Stellenwert in der Ernährung.

Geschmack

Mild karamellig, röstig nach selbstgerösteten Sonnenblumenkernen.

Alleinstellungsmerkmal

Mehl ist wie guter Wein…

… es braucht Zeit zur Reife, um sein natürliches Aroma zu entfalten. Deshalb verzichten wir bei der Mehlreifung auf die Zugabe von synthetischen Mehlbehandlungsmitteln. Die dadurch entstehende kostenintensivere und längere Reifezeit nehmen wir für unser Naturbrot gerne in Kauf. Unser verwendetes Dinkelmehl wird ausschließlich in Baden Württemberg vermahlen.

  • Wir verwenden ausschließlich sonnengetrocknetes, portugiesisches Quellsalz! Das Quellsalz ist frei von jeglichen Rieselstoffen und zählt zu den bio-energetischen Salzen der Erde!
  • Wir verwenden ausschließlich durch Bergkristalle belebtes und harmonisiertes Wasser, welches positiv energetisch geladen ist.
  • 100 % Dinkel = 100 % Geschmack
  • 100 % vegan

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